Aktuell gibt es aber eine Reihe von sehr interessanten Projekten die zumindest versuchen Teile davon zu messen, so etwa der WebIndex (http://thewebindex.org), Open Data Census (http://census.okfn.org/) und Global Right to Information (http://rti-rating.org). Jedoch deckt keines dieser Projekte nur ansatzweise die gesamte Breite der mit dem technologischen Wandel einhergehenden Veränderungen und Möglichkeiten für mehr digitale Offenheit ab.
Ziel des Projekts Digitaler Offenheitsindex ([do:index]) ist es, ein Messinstrument zu entwickeln um den Beitrag öffentlicher Körperschaften zu digitalen Gemeingütern (Daten, Informationen, Wissen, Infrastruktur, Lehr-Lern- Unterlagen ...) und somit zu freiem Wissen erkenn- sowie quantifizierbar zu machen.
Im Ergebnis soll der Digitale Offenheitsindex mit Hilfe eines Benchmarkingtools nicht nur informieren, sondern öffentliche Körperschaften zur Förderung digitaler Offenheit motivieren. Ein auf Basis des [do:index] regelmäßig überregional erstelltes Ranking verbessert die Vergleichbarkeit der Initiativen verschiedener öffentlicher Körperschaften und erlaubt eine offene Diskussion über Handlungsmöglichkeiten. Es sollen auf diese Weise auch die Vorreiter, Leuchtturmprojekte und Best-cases in den untersuchten Teilbereichen und deren Vorteile präsentiert werden.
Kein Bundesland erreicht über 50% der möglichen Punkte
Konkret gliedert sich der Digitale Offenheitsindex in fünf Teilbereiche, die jeweils auch getrennt ausgewertet wurden und deren Gewichtung auf der Webseite dynamisch geändert werden kann:
- Open Data: Wie umfassend und aktuelle sind öffentliche Datenbestände in offenen Formaten digital zugänglich?
- Open Education: Welche Aktivitäten gibt es zur Förderung der Erstellung und nutzung von offenen Lehr- und Lernmitteln (Open Educational Ressoures, OER)?
- Open Infrastructure: Welche Einrichtungen (z.B. Koordinationsstellen) und technologische Infrastrukturen (z.B. offene WLAN-Netze, öffentlicher Webspace) gibt es im Bereich digitaler Offenheit?
- Open Policies: Welche Regeln und Förderprogramme zur Unterstützung digitaler Offenheit und Transparenz gibt es?
- Open Source Software: In welchen öffentlichen Bereichen wird Freie und Open-Source-Software eingesetzt?
Die nächsten geplanten Schritte sind die Aufbereitung und Präsentation der Daten auf kommunaler Ebene – konkret wurden 46 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst – sowie die Veröffentlichung eines Softwaretools zur Selbsteinstufung nicht gelisteter Kommunen. Unmittelbar nach Abschluss der Public-Beta-Phase werden auch die Rohdaten der Erhebung frei zugänglich gemacht werden.
Links: http://beta.do-index.org

