Offene Kultur in der digitalen Gesellschaft

Open Government – Offener Staat

Open Government bedeutet die Öffnung des Staates und der öffentlichen Verwaltung gegenüber BürgerInnen. Transparenz, Partizipation und Kollaboration sind die drei Schlagwörter, welche mit einem Bündel von Maßnahmen einen Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung einleiten sollen.

Open Government kann als Weiterentwicklung des eGovernment-Ansatzes verstanden werden. Open Government wird als ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Konzepte und Visionen verwendet, die sich mit bestimmten Facetten einer Öffnung von Staat und öffentlicher Verwaltung auseinandersetzen. Dazu zählen Überlegungen zu Transparenz 2.0, Partizipation 2.0 und Kollaboration 2.0, offene Innovationen, die offene Gesellschaft, Überlegungen zu offenen Daten sowie offenen Standards, offenen Schnittstellen, quelloffene Software und offene Kommunikationssysteme. Offene Daten aus dem öffentlichen Sektor sind integraler Bestandteil des Open Government-Ansatzes.

Offene Daten sind die Voraussetzung für eine nachhaltige Öffnung von Staat und öffentlicher Verwaltung. Die Offenlegung von Daten des öffentlichen Sektors verspricht eine durch frei zugängliche Informationen und Daten informierte Öffentlichkeit. Die damit einhergehende Öffnung stärkt die Zivilgesellschaft. Unter dem Begriff Open Government Data sind all jene Datenbestände des Staates zu verstehen, die im allgemeinen Interesse der Öffentlichkeit ohne Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden“ und die im Zusammenhang mit einem Gesetzesauftrag gesammelt werden.

Chancen von Open Government

Open Government beinhaltet somit zwei Funktionen: Erstens soll der Staat Rechenschaft über sein Handeln ablegen, zweitens soll es den Bürgern und Unternehmern soziale, wirtschaftliche und politische Innovationen ermöglichen.  Eine Offener Staat kann zu mehr Transparenz, zu mehr Teilhabe, zu einer intensiveren Zusammenarbeit, zu mehr Innovation und zu einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange beitragen. Im angelsächsischen Sprachraum hat sich für diese Entwicklung, die besonders von den Web 2.0-Technologien geprägt wird, die Bezeichnung „Open Government“ durchgesetzt.

Open Government wird vor allem als ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Konzepte und Visionen verwendet, die sich mit bestimmten Facetten einer Öffnung von Staat und Verwaltung auseinandersetzen.

Hierzu zählen Überlegungen zu:

  •     Transparenz im Handeln
  •     Government 2.0 – Einsatz von Web 2.0-Technologien in der öffentlichen Verwaltung
  •     Partizipation 2.0
  •     Offene Prozessketten & offene Wertschöpfungsketten (Open Innovation &  Kollaboration 2.0)
  •     Open Data, Linked Open Data, Open Government Data und Linked Open Government Data
  •     Offenes Haushaltswesen und offene Haushaltsdaten
  •     Open Access
  •     Offene Standards und offene Schnittstellen (Interoperabilität)
  •     Quelloffene Software

Eine solche Öffnung im Zeitalter des Web 2.0 mit mehreren Kommunikationskanälen und einem direkten Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgerschaft, kann eine Transformation beschleunigen. Ein anzustrebendes Ziel ist daher die Errichtung eines laufenden Dialogs mit den Bürgern, um deren Bedürfnisse und Anforderungen zu verstehen und diese bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen. Das erfordert eine offene, kooperative Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Bevölkerung und benötigt Transparenz und Offenheit bei all ihren Entscheidungen und Handlungen. Im nächsten Schritt werden Entwicklungen zusammen mit den BürgerInnen auf Augenhöhe erarbeitet.

Dies bedingt einen grundlegenen Kulturwandel innerhalb der Politik und öffentlichen Verwaltung.

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