Offene Kultur in der digitalen Gesellschaft

Im Open Government- und Open Data-Diskurs wird wenig zwischen den Begriffen Daten und Informationen unterschieden. Zur besseren Lesbarkeit fallen unter den deutschen Begriff der Daten nicht nur Primärdaten oder Rohdaten, sondern auch Sekundärdaten oder Informationen, sofern dies nicht anders vermerkt wird. In diesem Zusammenhang ist der Begriff open content möglicherweise passender, aber nicht gebrächulich.

Mit der Öffnung von Datenbeständen ist zunächst eine Veröffentlichung im Sinne einer technisch erreichbaren Online-Ressource gemeint, die mit gängigen Internetbrowsern (Mozilla Firefox, Windows Internet Explorer, Safari, Opera, Chrome etc.) dargestellt oder auf die zugegriffen (Download-Link) werden kann. Kontextabhängig kann dies auch auf den Zugriff auf eine Datenbank oder Schnittstelle bedeuten.

Häufig werden unter dem Begriff Open Government Data Arbeitsdaten oder Primärdaten (Rohdaten), wie z.B. Messdaten, also Datenbestände, die zur täglichen Arbeit von Behörden unabdingbar sind, verstanden. Einen praktischen Ansatz zur Klassifizierung mit der Einordnung unter Arbeitsdaten (Open Work Data), Daten über Art, Qualität und Verfügbarkeit von Daten (Open Meta Data) und Open Performance Data vor. Letztere beschreiben „Leistungsdaten der öffentlichen Verwaltung“.

Gemeint sind demnach z.B. Anträge, Prüfungen, Genehmigungen, Zugriffszahlen auf Online-Angebote, Kennzahlen zur Effektivität und Effizienz von öffentlichen Verwaltungsprozessen etc. Diese Daten liegen, ebenso wie Metadaten, nicht zwingend oder in höchst unterschiedlicher Qualität vor. Diese Klassifizierung der Daten weist auf den Kontext der Daten hin und kann etwaigen sprachlichen Missverständnissen im momentanen Open Data-Diskurs vorbeugen.