Offene Kultur in der digitalen Gesellschaft

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Not your GovData

In dieser gemeinsamen Erklärung begründen Vertreter der deutschen Open-Data-Community, warum die Plattform govdata.de in der jetzt vorgesehen Form nicht akzeptabel ist.

Die vom Bundesministerium des Innern (BMI) geplante Government-Data-Plattform (govdata.de bzw. daten-deutschland.de) trat an, “für Deutschland ein nachhaltiges Angebot an frei zugänglichen Verwaltungsdaten für Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und andere Verwaltungseinheiten” bereitzustellen (ehemalige Ankündigung auf daten-deutschland.de).

Der Erfolg der Plattform und der Open-Government-(Data)-Strategie von Bund und Ländern hängt maßgeblich davon ab, dass Datensätze zugänglich gemacht werden, die für potentielle Nachnutzer interessant und relevant sind. Bis heute sind in Deutschland viele relevante Datensätze gar nicht oder nicht als offene Daten zugänglich. Eine Liste davon wurde hier zusammengefasst. Diese Daten müssen im Sinne der 10 Prinzipen für offene Daten technisch und rechtlich offen sein um die Nachnutzung auch zu kommerziellen Zwecken zu ermöglichen.

Die vor kurzem veröffentlichten Rechtemodelle für das Portal und die bisherigen Einblicke in die Plattform zeigen einen Ansatz, der weder offen im Sinne der weltweit anerkannten Standards ist noch zeitgemäß oder effektiv im Hinblick auf Umsetzung, Usability und Sicherheit. Auch ist bisher nicht ersichtlich, wie man gedenkt, eine Nachnutzung der Daten aktiv zu fördern und so eine Community rund um das Datenangebot zur Nachnutzung zu motivieren. Es besteht noch enormer Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen.

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